Systemhäuser

Ein IT-Systemhaus tritt in der Regel als Komplettanbieter für Firmenkunden auf. Sie sind mehr oder weniger spezialisiert und bieten Ihren Kunden die Einführung, die Integration und manchmal auch den Betrieb und die Pflege von komplexen IT-Prozessen an. Es kann dich bei der Integration um zugekaufte Fremdprodukte, aber auch um Eigenentwicklungen handeln. Entsprechend ihrem Grad an Spezialisierung können Systemhäuser also ein sehr unterschiedliches Angebotsportfolio besitzen, wobei dennoch der Schwerpunkt auf einem Komplettangebot liegt.

Oft betreuen Systemhäuser ganz bestimmte Anwendungen, wie CRM oder ERP-System, halten sich aber aus der generellen Netzwerkbetreuung heraus. Zur Aufgabe der externen oder internen Netzwerkbetreuung gehört es in diesem Fall, den oder die Systemhäuser mit in die Verwaltung der gesamten IT-Umgebung mit einzubeziehen.

Von IT-Systemhäusern werden in der Regel höhere Stundensätze als von reinen IT-Betreuungsfirmen aufgerufen. Das hat mit der höheren Spezialisierung der Mitarbeiter zu tun, aber auch mit dem größeren Anteil an Backoffice-Kosten, die von dem abrechenbaren Stundensatz mit finanziert werden müssen. Nicht selten verlangen Support-Verträge mit Großkunden ein Lösungs-Procedere, bei dem die Arbeitszeit für die Ticker-Erstellung, das Eskalationsprocedere und die Dokumentation bei kleineren Problemen manchmal ein mehrfaches der reinen Techniker-Arbeitszeit ausmacht.

Hoch spezialisierte und qualifizierte Techniker sind aber noch lange keine guten Generalisten, deshalb tun sich IT-Systemhäuser manchmal schwer mit der allgemeinen IT-Betreuung von kleineren und mittleren Firmen, sind oft dafür auch weder ausgerüstet noch konkurrenzfähig. Das betrifft erst recht Privaleute, die meist als Kunden unerwünscht sind.

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